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Helga Anderle

Frage: Erinnern Sie sich noch, wann Sie Ihren ersten Kriminalroman gelesen haben?

Helga Anderle: Nur dunkel, schätze es war in der Schulzeit, vermutlich etwas von Agatha Christie.

Frage: Was interessiert Sie an Kriminalliteratur?

Helga Anderle: Dasselbe wir alle anderen Krimileser.

Frage: Wie sind Sie zum Krimi gekommen?

Helga Anderle: Durch meinen Mann (Mike Andrews).

Frage: Warum schreiben Sie Krimis?

Helga Anderle: Weil es Spaß macht.

Frage: Seit wann schreiben Sie Kriminalromane?

Helga Anderle: Seit den 70er Jahren (Kurzkrimis).

Frage: Ihre erste Krimi-Veröffentlichung?

Helga Anderle: Meine ersten Krimis sind in Cooperation mit meinem Mann entstanden, ein Agent hat unsere Kurzkrimis an Illustrierte verkauft. Meine erste eigenständige Veröffentlichung war eine Anthologie - und zwar die erste internationale Frauenkrimi-Anthologie, Titel "Da werden Weiber zu Hyänen" mit Beiträgen von Autorinnen aus aller Welt, u.a. Kuba, Russland, Algerien, etc. 1991 Hardcover beim Wiener Frauenverlag, dann TB bei dtv und in tschechischer Übersetzung bei Allan Verlag in Prag. Einige Stories wurden in die Anthologie von Sara Paretsky "Women on the Case" übernommen.

Frage: Als ausländische Autorin: Kennen Sie deutsche Kriminalromane, und wenn ja, welche Meinung haben Sie zu deutscher Kriminalliteratur?

Helga Anderle: Ja kenne ich, meine Meinung - okay bis soso.

Frage: Gibt es einen Krimiautor / eine Krimiautorin, der oder die Sie beeinflußt hat?

Helga Anderle: Nein.

Frage: Bilden Sie in Ihren Kriminalromanen die Gegenwart ab?

Helga Anderle: Ja.

Frage: Wo würden Sie Ihr "Setting" wählen?

Helga Anderle: Bevorzugt lokales Setting.

Frage: Halten Sie das Schreiben von Kriminalromanen für schwieriger oder weniger schwieriger als das Schreiben in einer anderen Literaturgattung?

Helga Anderle: Ja, denn im Gegensatz zum Dahingelaber in sonstiger Literatur, muss der Krimi einen Plot haben, der einer gewissen Logik und Plausibilität folgen sollte.

Frage: Welches (Sub-)Genre der Kriminalliteratur bevorzugen Sie?

Helga Anderle: Polizei-Krimis a la Ed MacBain.

Frage: Findet Ihrer Meinung nach der Kriminalroman im Feuilleton gebührende Beachtung?

Helga Anderle: Eher nicht.

Frage: Arbeiten Sie zur Zeit an einem neuen Kriminalrorman / an einer neuen Krimistory?

Helga Anderle: Sporadisch.

Frage: Halten Sie das Genre Kriminalliteratur für eine wichtige Literaturgattung?

Helga Anderle: Ja - sie spiegelt besser als andere Genres die Realität und Gegenwart.

Frage: Sex im Krimi?

Helga Anderle: Ist mir nicht so wichtig.

Frage: Gibt es einen "Frauenkrimi"?

Helga Anderle: Und ob.

Frage: Für wen schreiben Sie?

Helga Anderle: Für mich und die Leser.

Frage: Plotentwicklung - Ihr erster Gedanke?

Helga Anderle: Eine Situation - Personenkonstellationen - was könnte daraus werden.

Frage: Machen Sie sich Notizen und wo kommen Ihre Ideen her?

Helga Anderle: Notizen ja - wo die Ideen herkommen? Aus der Werbung, aus der Zeitung, aus einer Beobachtung ...

Krimi - eine Literaturgattung?

Helga Anderle: Ja - und zwar eine erfolgreiche

Frage: Wo schreiben Sie?

Helga Anderle: PC.

Frage: Hindert der PC Sie am Schreiben?

Helga Anderle: Nein.

Frage: Welchen Kriminalroman hätten Sie selber gerne geschrieben?

Helga Anderle: ????

Frage: Haben Sie Kontakt zu ausländischen Kollegen/Kolleginnen?

Helga Anderle: Ja, durch die AIEP(Vereinigung internationaler Krimiautoren).

Frage: Ihre Lieblingstatwaffe?

Helga Anderle: Alles, was gerade zur Hand ist.

Frage: Mord - muss das sein?

Helga Anderle: Nicht unbedingt.

Frage: Wer ist überschätzt?

Helga Anderle: No comment.

Frage: Wer ist unterschätzt?

Helga Anderle: No comment.

Frage: Ihr Lieblingsbuch als Kind?

Helga Anderle: Struwwelpeter.

Frage: Ihr Lieblingsbuch heute?

Helga Anderle: In this very moment Lee Childs SNIPER (morgen, wer weiß?)

Frage: Ihre Lieblings-Krimiautorin / Ihr Lieblings-Krimiautor?

Helga Anderle: Ed McBain, Jo Nesbo(alt/neu).

Frage: Ihr Lieblingsfilm?

Helga Anderle: Krimi? Aufzug zum Schaffott.

Frage: Ihr Lieblingsgetränk?

Helga Anderle: Kaffee.

Frage: Welche Bedeutung hat für Sie Essen und Trinken?

Helga Anderle: Genuß pur.

Frage: Kochen Sie?

Helga Anderle: Mit Leidenschaft.

Frage: Ihr Lieblingsgericht:

Helga Anderle: Muss das sein?

Frage: Gehen Sie essen, und wenn ja, wo?

Helga Anderle: Eher selten, meist auf Einladung am liebsten zum Italiener (keine Pizzeria).

Frage: Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück?

Helga Anderle: Salopp.

Frage: Fußball - ist das ein Thema für Sie?

Helga Anderle: Fußball - ich nix verstehen.

Frage: Ihre Lieblingsstadt in Deutschland?

Helga Anderle: Berlin, München.

Frage: Ihr Lieblingsland?

Helga Anderle: Spanien, Italien, Mexiko.

Frage. Was lieben Sie?

Helga Anderle: Liebe geistreiche wortgewandte Menschen; das Meer, Pflanzen, Tiere - Tibet-Terrier.

Frage. Was verabscheuen Sie?

Helga Anderle: Spinnen, garstige Menschen, Krankheiten, Heuschrecken.

Frage: Beste Schulnote - worin?

Helga Anderle: Sprachen.

Frage: Schlechteste Schulnote - worin & warum?

Helga Anderle: Mathe - kein Interesse, blöde Lehrer.

Frage: Ihr Traumberuf?

Helga Anderle: Mit 17 Pianistin, Stewardess, Journalistin.

Frage: Haben Sie eine Ahnung, warum Sie diesen Fragebogen beantwortet haben?

Helga Anderle: No idea- vermutlich weil Gisela und Thomas die Fragen stellten (wer weiß, was ihr damit vorhabt???)

Die Befragung erfolgte ohne Zeugen im September 2008

Helga Anderle.
Geboren in Wien, einige Kinder- und Jugendjahre in Spanien verbracht. Arbeit bei internationalen Organisationen( u.a. IAEA, OPEC) in Genf und Wien. In den 70er Jahren erstmals in München Redaktionsluft geschnuppert, später als Redakteurin bei verschiedenen Medien in München und Wien, u.a. Playboy, Kurier, Freundin, Burda, neue Frau, AZ, Gesundheit, Täglich Alles. Lebt und arbeitet dzt. als Autorin und Übersetzerin( Englisch und Spanisch) in Wien. Verheiratet, eine Tochter.
Mitglied der AIEP ( Asociacion Internacional de Escritores Policiacos), IG-Autoren, Sisters in Crime, Drehbuch-Forum.
Übersetzungen aus dem Englischen und Spanischen von Prosa und Lyrik. Zuletzt Gedichte des kolumbianischen Dichters Darley Rojas Casteneda.
siehe auch www.krimiautorinnen.at.

Veröffentlichungen:
In Teamarbeit mit ihrem Mann über 600 Kurzkrimis verfasst, die in deutschen und österreichischen Zeitschriften publiziert wurden.
Herausgeberin der ersten internationalen Frauenkrimi-Anthologie "Da werden Weiber zu Hyänen", Wiener Frauenverlag, 1991, HC. Tschechische Ausgabe 1992, Allan Verlag, Prag; 1994 als Taschenbuch bei dtv. Einige Beiträge daraus, u.a. eine meiner Stories wurden 1996 in Sara Paretsky's Anthologie "Women on the Case" übernommen, Delacorte Press, USA.
Gemeinsam mit Jürgen Alberts Herausgeberin der AIEP Anthologie "Weltkrimis-Krimiwelten", Eisbär-Verlag, Berlin, 1997, HC.
Ein Sammelband mit eigenen Wiener Mordgeschichten, "Sag beim Abschied leise Servus" erschien 1996 im Fischer-TB-Verlag.
Ein weiterer Sammelband "A Schene Leich. Mordsgeschichten" 2008 im Milena Verlag.
Zahlreiche Artikel, Essays und Rezensionen insbesondere zum Thema Frauenkrimi in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien, u.a. Buchkultur, Border Patrol, Wort und Totschlag, Mordsbuch, Crimes on the Scene, (St. Martins Press, USA.)


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Alle Titel und natürlich jedes andere lieferbare Buch können und sollten Sie bei Missing Link in Bonn bestellen, einer Buchhandlung, die sich auf Sekundärliteratur zum Krimi, auf Kriminalliteratur und auch auf die Beschaffung ausländischer Literatur spezialisiert hat.
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Thomas Przybilka
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Fax: 0228 - 24 21 385
Tel: 0228 - 24 21 383
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Die Befragenden:

Gisela Lehmer-Kerkloh rezensiert Kriminalliteratur. Sie ist Mitglied bei den Sisters in Crime, bei der GVM (Genootschap van Vlaamse Misdaadauteurs), sowie Amiga im Syndikat.
Bei den Alligatorpapieren veröffentlicht sie regelmäßig ihren "Krimi-Kurier" Letzte Buchveröffentlichung:
Siggi Baumeister oder: Eine Verfolgung quer durch die Eifel. Die Eifelkrimis des Jacques Berndorf.
84 S., 2001; EUR 10,50
NordPark Verlag

Thomas Przybilka verdient seinen Lebensunterhalt als Buchhändler. Er ist langjähriges Mitglied der "Autorengruppe Deutschsprachige Kriminalliteratur Das Syndikat". 1989 baute er das international bekannte "Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur)" [BOKAS] auf. Bei den Alligatorpapieren veröffentlicht er regelmäßig seine "Krimi-Tipps zur Sekundärliteratur zum Krimi." Zahlreiche Publikationen zur Kriminalliteratur in Fachanthologien und -magazinen im In- und Ausland. Kriminalgeschichten in Deutschland, Bulgarien und Spanien. Letzte Buchveröffentlichung:
Siggi Baumeister oder: Eine Verfolgung quer durch die Eifel. Die Eifelkrimis des Jacques Berndorf.
84 S., 2001; EUR 10,50
NordPark Verlag


Die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka
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Alfred Miersch
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Klingelholl 53
42281 Wuppertal
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