Thomas Przybilkas Krimi-Tipp
zur Sekundärliteratur

No. 38



Die Alligatorpapiere
Aktuelle Meldungen

Krimitipps-Inhalt




Krimi-Tipp 38/2005
Ein Service des BoKAS Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur)
Die Sekundärliteratur zum Krimi.

Willkommen bei Thomas Przybilka und BoKAS, dem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur), zugleich ein Service der Buchhandlung Missing Link.
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka Sekundärliteratur zum Krimi und informiert mit seinem Krimi-Tipp über Neuerscheinungen. Hier finden Sie den aktuellen Krimi-Tipp 38/2005!
Die römischen Ziffern vor dem jeweiligen Buchtipp ordnen ihn unter folgender Kategorie ein (Dieser aktuelle Krimi-Tipp ist im Gesamtverzeichnis noch nicht enthalten!):

Inhaltsverzeichnis:
I. Kriminalroman
A-L; M-Z
II. Hörfunk / TV / Video
III. Kriminalistik
IV. Varia
V. Preise



Alle besprochenen Titel und natürlich jedes andere lieferbare Buch können und sollten Sie bei Missing Link in Bonn bestellen, einer Buchhandlung, die sich auch auf die Beschaffung ausländischer Literatur spezialisiert hat.


KRIMI-TIPP 38/2005

Hier nun der erste KRIMI-TIPP des Jahres 2005. Ich hoffe, Sie alle hatten einen guten Rutsch in das neue Jahr. Ihnen meine Wünsche für ein glückliches Jahr und natürlich wünsche ich Ihnen auch all das, was Sie sich vom Jahr 2005 erhoffen. Genau wie Sie, bin ich sehr gespannt darauf, was die Verlage im Jahr 2005 den Lesern an interessanter Sekundärliteratur zur Kriminalliteratur bieten werden. Hier erst einmal die Titel, die seit dem KRIMI-TIPP 37 vom November 2004 auf meinem Schreibtisch gelandet sind.

Mitte Januar gab das Bochumer Krimi Archiv die Preisträger des "Deutschen Krimi Preises" (DKP) bekannt - mehr dazu am Schluß dieses KRIMI-TIPPS. Der DKP wurde zum 21. Mal verliehen. Es "... werden seit 1985 alljährlich Autorinnen & Autoren gewürdigt, die literarisch gekonnt & inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben.", so die Begründung der Jury (welche sich aus führenden Krimi-Kritikern und Krimi-Buchhandlungen zusammensetzt). Beste Grüße, Ihr Thomas Przybilka

Hier die Tips zur Sekundärliteratur:

Hinweis 1: Die e-mail-Adresse des "KrimiKuriers" hat sich geändert, sie lautet jetzt g.lehmer@t-online.de. Hier kann der "KrimiKurier" kostenfrei angefordert werden oder ist in wohlgeordneter Form unter www.alligatorpapiere.de

Hinweis 2: – Click-Tipp: Die KRIMI-TIPPS 1 – 37 sind, wie immer, in sortierter und illustrierter Form unter www.alligatorpapiere.de (Link "Sekundärliteratur") zu finden.

Hinweis 3:: Die bei den Alligatorpapieren neu eingerichtete Kolumne "Die Befragungen" wächst kontinuierlich. Hier wird mit der Zeit eine Sammlung von Interviews mit deutschen und ausländischen Krimiautorinnen und Krimiautoren nachzulesen sein.

Hinweis 4: Mail Tipp: Der KRIMI-TIPP wird seit einigen Ausgaben in Kanada von Prof. Norbert Spehner für sein französischsprachiges Bulletin MARGINALIA übernommen. Wer "Marginalia – Bulletin bibliographique des études internationales sur les littératures populaires" kennenlernen oder abonnieren möchte wende sich an nspehner@globetrotter.net.

Hinweis 5 Veranstaltungs Tipp: Die Termine für zwei Krimi-Großveranstaltungen sollten Sie sich jetzt schon notieren:
Zum einen findet vom 27. April bis zum 1. Mai die Criminale, das Jahrestreffen der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur im Hochsauerlandkreis statt. Das inzwischen größte europäische Krimifestival bietet an fünf Tagen ein weites Programm mit Lesungen, Diskussionsforen und Workshops an. Das Festival wird mit der Preisverleihung des "Friedrich-Glauser-Preises - Krimipreis der Autoren" auf dem Tango Criminale seinen Höhepunkt erreichen. In diesem Jahr werden mehr als 170 Krimi-Autorinnen und -Autoren, bekannte wie noch nicht so bekannte Namen, im Hochsauerlandkreis anzutreffen sein. Ausführliche Informationen finden Sie auf der website www.die-criminale.de.

Die andere Veranstaltung ist unter dem Namen Tatort Eifel bekannt und findet im Zweijahres-Rhythmus statt. 2005 ist es wieder einmal so weit. Zum dritten Mal, vom 14. bis 18. September, treffen sich Krimi-Autorinnen und -Autoren, Agenten, Verleger sowie Film- und Fernsehproduzenten in Daun (Eifel). Auch hier werden Lesungen und zahlreiche Workshops angeboten (z.B. ZDF Krimi-Werkstatt). Und wie bei der "Criminale" wird es bei der Abschluß-Gala ebenfalls eine Preisverleihung geben - "Deutscher Kurzkrimi-Preis" und "Der Roland". Ausführliche Information sind auf der website www.tatort-eifel.de. zu finden.

Hinweis 6 Click-Tipp: Wer sich für die Sekundärliteratur zu Alfred Andersch interessiert, sollte die homepage des Diogenes Verlages besuchen. Im Diogenes Verlag sind die gesammelten Werke von Andersch erschienen und zwar die erste textkritisch durchgesehene und kommentierte Werkausgabe. Lamping, Dieter (Hg): Alfred Andersch, Gesammelte Werke, 10 Bde. 2004, Diogenes, EURO 390,00. Ergänzend zu der Auswahlbibliographie der Sekundärliteratur in dieser Werkausgabe, kann eine umfassende Online-Bibliographie der Sekundärliteratur kostenlos von der homepage des Diogenes Verlages abgerufen werden:
http://www.diogenes.ch/andersch/bibliographie
(Bestellen bei Missing Link)

HINWEIS 7 - Nachschlagewerk: Deutsches Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2005/2006.
Schreiben und Veröffentlichen. Aktuelle Informationen und Adressen aus dem Literatur- und Medienmarkt. Theater, Film/TV, Hörmedien, Buch.

2005, 1022 S., Autorenhaus Verlag, EURO 26,80.
Alle zwei Jahre erscheint das ultimative Hand- und Jahrbuch für Autoren und solche die DJA-gifes werden wollen. Kritisch und informativ, da unabhängig von bezahlten Anzeigen, bietet das aktuelle und soeben auf den Markt gekommene Jahrbuch 2005/2006 mehr als 3000 Adressen und weitere wesentliche Informationen für Autoren und Autorinnen.
Das Nachschlagewerk ist in zwölf Hauptkapitel gegliedert: Schreiben / Lyrik / Genres / Theater / Film und TV / Autorenberuf / Autorenförderung und Literaturpreise / Buch / Verlagssuche / Zuschussverlage, BoD, Selbstverlag / Recht und Honorare / Anhang.
Ein Vorwort von Fred Breinersdorfer (VS-Vorsitzender und mit vielen Preisen gewürdigter Drehbuchautor) führt in dieses Nachschlagewerk ein. Bekannte AutorInnen steuern Artikel aus der Praxis zu den einzelnen Kapiteln bei (z.B. M. Sprecher: Krimi - Morden mit Donna Leon oder C. Stephan: Frauenromane - Huch, sie schreibt! [Cora Stephan schreibt unter dem penname Anne Chaplet Kriminalromane]). Jedes Kapitel wird mit einer umfangreichen Adressenauflistung abgeschlossen. Der Anhang bietet u.a. einen Literaturkalender, eine Autorenbibliothek, Hinweise auf Schriftstellerbücher und - natürlich - einen Index.
Zu einer früheren Ausgabe konstatierte das Medium Magazin: "Durch die klare Gliederung und die Fülle an Tipps und Adressen ein unverzichtbarer Ratgeber für jeden, der seine Manuskripte veröffentlichen und vom Schreiben leben möchte" und das Literaturmagazin Buchkultur lobt: "Mehr als ein Adressenfundus ... ein notwendiger Ratgeber mit hohem Gebrauchswert". Und auch das Preis/Leistungsverhältnis kann sich sehen lassen: 26,80 EURO für 1022 Seiten! Also noch einmal: Dieses Jahrbuch dürfte für etablierte und neue Autoren/Autorinnen unverzichtbar sein. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

Hinweis 8 - Nachschlagewerk: Uschtrin, Sandra / Kuspert, Michael Joe (Hg): Handbuch für Autorinnen und Autoren.
Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche.
2005, 701 S., 6. völlig überarb. U. erw. Auflage, Uschtrin Verlag, EURO 43,00.
Der Konkurrenztitel zu in Hinweise 7 erwähnten Jahrbuch liegt jetzt in der 6. Auflage vor. Aufgebaut in ähnlicher Form wie das o.g. Jahrbuch - 17 Hauptkapitel mit zahlreichen Artikeln und ergänzenden Adressteilen [Verlage & Genres / Books on Demand; Selbstverlag; Zuschussverlag / Heftromane, Erlebnismagazine und wahre Love-Storys / uschtrin-handbuch-autorenZeitschriften und Zeitungen / Literaturagenturen / Schreiben fürs Theater / Hörspiele schreiben und produzieren / Drehbuchschreiben für Kino & TV / Kontaktaufnahme: Anschreiben - Exposé - Textprobe - Manuskript / Aus- und Fortbildung für SchriftstellerInnen / Geld verdienen mit literarischen Dienstleistungen / Lesungen, Poetry Slams und Selfmade-Marketing / Preis & Wettbewerbe, Stipendien & Stellen für StadtschreiberInnen / Recht und Soziales / Literaturbüros & Literaturhäuser, Verbände & Vereinigungen & Institutionen / Übersetzen - Ohne Übersetzungen keine Weltliteratur / Literatur].
Im ersten Kapitel "Verlage & Genres" werden zur Kriminalliteratur vier Artikel angeboten (Gabriele Wolff: "Dankesrede zur Glauser-Preisverleihung" / "Auch ein fünftes Zimmer", Michael Forcher über "Das dritte Zimmer" von Gabriele Wolff / Kommentare zur Rede von Gabriele Wolff / Kriminalliteratur - Verlagsadressen und Informationen, recherchiert und zusammengestellt von Eva Geiger). Eine Durchsicht der Adressen "Krimiarchiv & -bibliothek" wie "Krimibuchhandlungen" brachte eine kleine Enttäuschung. Die erste Position verzeichnet nur das "Bochumer Krimi Archiv" und die "krimiTHEK" in Zürich. Erwähnungen zum "Bonner Krimi Archiv [Sekundärliteratur]" sowie sowie zum "Krimi Archiv Ost" (Sammlung der DDR-Kriminalliteratur) und auch zur Bremer "Krimibibliothek" fehlen. Die auf Sekundärliteratur zum Krimi spezialisierte Bonner Zweigniederlassung der Buchhandlung MISSING LINK wird in der Rubrik "Krimibuchhandlungen" nicht aufgeführt. Die Rubrik "Literaturpreise" (für den Bereich Kriminalliteratur) nennt nur 6 (deutsche) Krimipreise (ein Blick in das Kapitel "Krimipreise" des LKL - Lexikon der Kriminalliteratur hätte Aufklärung über weitere deutsche Krimipreise gebracht). Auch ist der Name des "Friedrich-Glauser-Preis - Krimipreis der Autoren" nicht korrekt wiedergegeben. Dennoch: trotz dieser Anmerkungen, wird auch dieses Nachschlagewerk Interessenten, Autoren und allen die sich zum Schreiben hingezogen fühlen gute Dienste leisten. KT 38 (Bestellen bei Missing Link)

I. Bauske, Bernd G. & FASK (Hg):
French Connection. Ausgabe I
(2002, 22 S.),
Ausgabe II (2002, 45 S.),
Ausgabe III (2003, 58 S.),
Ausgabe IV (2004, 40 S.),
je ca. EURO 2,00 zzgl. Versandkosten.
Eine hübsche Sache haben sich Bernd G. Bauske und seine Studenten des FASK (Freunde und Freundinnen des französischen Kriminalromans am Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften der Universität Mainz in Germersheim --- bei solch einem sperrigen Herausgeberteam MUSS einfach eine Abkürzung her) einfallen lassen: Themenhefte zur französischen Kriminalliteratur. Der einfache, aber nicht minder wirkungsvolle, Umschlag in gelb/schwarz signalisiert bereits "Achtung! Kriminelle Lesensgefahr".
Das von Bauske initiierte Projekt "French Connection" (FC) bietet ausführliche und interessante Informationen zum französischen Gegenwartskrimi bzw. zu einzelnen Autoren. FC I behandelt "Marseille / Germersheim" am Beispiel von Jean-Claude Izzo (darin u.a. "Izzo über Izzo", Interview); FC II beschäftigt sich mit "Algier / Germersheim" (über Yasmina Khadra, seinen Detektiv Brahim Llob, Einführung in Y. Khadras realislamische Umwelt, Übersetzungsschwierigkeiten, die Unterwelten von Algier und Germersheim); FC III ist Jean-Patrick Manchette gewidmet (diverse Aufsätze, Kurzkrimis, dazu zwei Rezensionen zu Lanthaler und Kusserow); FC IV hat sich Jean Amila (Pseudonym von Jean Meckert) angenommen (auch hier Aufsätze, Kurzkrimis, eine kleine Werkaufstellung Amilas). FC ist für Fans französischer Kriminalliteratur zu empfehlen. Die Ausgaben V und VI sollen im Frühjahr bzw. im Laufe des Sommers 2005 erscheinen. Ich werde nach Erscheinen im KRIMI-TIPP darauf hinweisen. Die FC-Reihe ist nicht über den Buchhandel zu beziehen. Interessenten wenden sich an:
Dr. Bernd G. Bauske, FASK, An der Hochschule 2, 76726 Germersheim. KT 38

III. Behling, Klaus:
behling-nva.jpgDer Nachrichtendienst der NVA.
Geschichte, Aktionen, Personen.
2005, ca. 256 S., ET März 2005, ca. EURO 12,90.
Die Spione in Uniform waren selbst noch während ihres Untergangs recht erfolgreich. Rechtzeitig konnten sie nach dem Fall der Mauer noch einen Großteil der Unterlagen vernichten. Der Journalist Klaus Behling schildert hier die Entstehung und Entwicklung des militärischen Nachrichtendiestes der NVA (Nationale Volksarmee), und gibt einen umfassenden Blick auf Akteure und spektakuläre Fälle. Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Bonter, Urszula: Der Populärroman in der Nachfolge von E. Marlitt.
Wilhelmine Heimburg, Valeska Gräfin Bethusy-Huc, Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem.
2005, 260 S., ET 2. Quartal 2005, EURO 38,00.
Der Boom des Zeitschriften- und Populärromans wurde von den Gartenlauben-Romanen der E. Marlitt ausgelöst. Drei der meistgelesenen Autorinnen des Kaiserreichs und der Weimarer Republik stellt Urszula Bonter ausführlich in ihrer Untersuchung vor. Für Krimileser dürfte in dieser Untersuchung die Dame Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem (1954 - 1941) von Interesse sein, die eine ganze Reihe von Kriminalromanen und Kriminalkomödien verfasste. Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

borrmann-das-grosse-lexikon-des-verbrechens.jpgIII. Borrmann, Norbert: Das grosse Lexikon des Verbrechens.
Täter, Motive und Hintergründe.

2005, ca. 500 S., ET Mai 2005, ca. EURO 14,90.
Bereits im KRIMI-TIPP 22 (2002) habe ich auf dieses Lexikon hingewiesen. Im Mai wird eine stark erweiterte und aktualisierte Neuausgabe (als Paperback) des seit einiger Zeit vergriffenen Lexikons erscheinen. Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Brodersen, Kai (Hg):
Crimina. Die Antike im modernen Kriminalroman.

2004, 239 S., EURO 29,90.
Das Subgenre "Historischer Krimi" ist ein heimlicher Renner innerhalb der Kriminalliteratur! Übrigens keine Erfindung der letzten Jahre - es wird wohl einige Bezieher und Leser des KRIMI-TIPPS geben, die sich in ihrer Jugendzeit "Caius ist ein Dummkopf" (H. Winterfeld) reingezogen haben, oder denen aus den 80er Jahren noch die Serie "C.V.T. im Dienste der Caesaren" (H.D. Stöver / hier auch mit einem Beitrag brodersen-crimina.jpgvertreten) geläufig sein wird. Ellis Peters' Serie mit und um Bruder Cadfael oder Ecos "Der Name der Rose" sind schlichtweg Klassiker dieses Subgenres.
Heutzutage sind es, in Deutschland, die beiden Autorinnen Ilka Stitz und Karola Hagemann, die unter dem Pseudonym Malachy Hyde hervorragende historische Kriminalromane vorlegen. Am 13./14.2.2004 beschäftigte sich ein Colloquium an der Uni Mannheim mit dem Thema. Zu diesem Colloquium hat jetzt der Althistoriker Kai Brodersen einen höchst interessanten Sammelband, eben "Crimina - Die Antike im modernen Kriminalroman" vorgelegt. Hier werden Aufsätze von Autoren historischer Kriminalromane (und deren Lektoren) vorgestellt [z.B. "Lust und Last bei der Recherche für historische Kriminalromane"], aber auch die Meinungen von Historikern zu Antikenkrimis [z.B. "Perlen vor die Säue oder Einäugige unter Blinden? Was (Alt-)Historiker an historischen Krimis reizt"]. "Agentenkrimis für Kinder und Jugendliche auf dem Buchmarkt" (lobenswert mit einer kleinen Primärbibliographie als Anhang) werden ebenso behandelt, die "Hart gekochte Römer - Die Tradition der hard-boiled detective novel im anglo-amerikanischen Antikenroman".
Das es "Crimina" in Verbindung mit Comics in der DDR gab, zeigt Thomas Kramer in seinem Aufsatz "Die Antike im Mosaik-Comic". Und auch Arno Schmidts Alexanderroman kann als Mord- & Verbrechensgeschichte gelesen werden. Allen Beiträgen ist ein mehr oder weniger ausführliches Verzeichnis der Sekundärliteratur, teilweise auch der Primärliteratur beigefügt. "Crimina" ist eine lesenswerte Anthologie verschiedenster Beiträge zum Thema und dürfte daher nicht nur Fans von historischen Krimis ansprechen (s.a. meinen Hinweis auf "Marlowe in Toga?" in einem früheren KRIMI-TIPP). KT 38 (Bestellen bei Missing Link)

IV. Frey, James N.:
Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt.
Von der Inspiration bis zum fertigen Manuskript - eine schrittweise Anleitung.
2005, EURO ca. 16,80.
frey-Wie-man-einen-verdammt-guten-Kriminalroman-schreibt.jpg frey-Wie-man-einen-verdammt-guten-Kriminalroman-schreibt.jpgJames N. Frey lehrt Kreatives Schreiben an der University of California. Von seinen Schülern (und natürlich auch von Autoren) fordert Frey, daß sie verdammt gute Krimis abzuliefern haben, denn der Leser soll sich verdammt gut unterhalten. Womit Frey vollkommen Recht hat. Hier nun seine schrittweise Anleitung, wie man in sich schlüssige Kriminalromane schreiben sollte. Frey wendet sich mit seiner Anleitung an die Anfänger des Genres, aber auch an Krimiautoren, die ihr Handwerk verbessern möchten. Frey ist kein Unbekannter auf dem Gebiet creative writing. Seine Bücher "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" (2 Teile) und "The Key - Die Kraft des Mythos. Wie verdammt gute Romane noch besser werden" sind auch in Deutschland seit langem bekannt. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Georges-Simenon-Gesellschaft (Hg):
Simenon-Jahrbuch 2004, Bd. 2.
2005, 96 S., EURO 15,00.
Im KRIMI-TIPP 33 habe ich bereits auf den 1. Band des Simenon-Jahrbuches (2003) hingewiesen (s. aber auch "Krimi-Report 16" bei www.alligatorpapiere.de). Jetzt liegt der zweite Band vor. Das Projekt dieses Jahrbuches ist also keine Eintagsfliege, wie so mancher wohl befürchtet hat. Auch dieser zweite Band enthält wieder Interviews mit Jürg Altwegg, Daniel Keel und Ingrid Altrichter zu Simenon. Desweiteren wird die Bibliographie zu Simenon fortgeführt, u.a. ergänzt durch eine Filmographie der Maigret-Verfilmungen mit Hauptdarsteller Rupert Davies. Der erste Maigret-Roman "Pietr der Lette", erschienen vor 75 Jahren, wird besonders gewürdigt und es ist eine Gegenüberstellung oder ein Vergleich des ersten und des letzten Maigret "Monsieur Charles" enthalten. Der 100. Geburtstag Jean Gabins ist Anlaß zu einer kleinen Filmographie jener Simenon-Verfilmungen, in denen der große französische Schauspieler mitwirkte. KT 38 (Bestellen bei Missing Link)

III. Girod, Hans:
girod-das-skelett-im-wald.jpgDas Skelett im Wald.
Unbekannte und vergessene Mordfälle aus der DDR.
2005, ca. 256 S., ET März 2005, EURO 12,90.
Auf Hans Girod und seine Bücher ("Das Ekel von Rahnsdorf", "Leichensache Kollbeck", "Der Kannibale" oder "Blutspuren") wurde bereits öfters in KRIMI-TIPP hingewiesen. Fünfzehn Kriminalfälle untersucht Girod nun in seinem neuen Buch, unter anderem schildert er eine Mordaufklärung anhand eines Skelettfundes nach 16 Jahren. Alle Mordfälle wurden in der ehemaligen DDR begangen und wurden, der DDR-Staatsphilosophie im Bereich Kapitalverbrechen folgend, den Bürgern der DDR kaum bekannt. Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

III. Harbort, Stephan:
Der Liebespaar-Mörder.

2005, ca. 384 S., ca. EURO 19,95, ET April 2005.
harbort-der-liebspaar-moerder.jpgZwischen 1953 und 1958 wird vier Liebespaaren der Wunsch nach romantischer Ungestörtheit zum Verhängnis. Ihr Stelldichein in der Dunkelheit und der vermeindlichen Sicherheit ihrer Autos endete für sie fatal. Alle vier Liebespaare wurden ermordet. Wer war dieser "Menschjäger vom Rhein"? Stephan Harbort, KKH und Lehrbeauftragter der FH Düsseldorf, anerkannter Serienmord-Experte, Sachbuchautor von "Ich musste sie kaputt machen", "Das Hannibal-Syndrom" und "Mörderisches Profil", schildert die Ermittlungsmethoden während der Jagd nach dem Täter und die Zeugenvernehmungen in dieser Mordserie. Bis heute sind diese Liebespaar-Morde einzigartig in Deutschland geblieben. Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Hoffmann, Elisabeth / Heinrich, Karl-L.:
Brunettis Venezia.

2004, farbiger Stadtplan, 1 Blatt gefalzt, Taschenformat, ca: 42 x 30 cm, EURO 5,00.
Im Juni dieses Jahres wird der 13. Fall des Commissario Brunetti vorliegen ("Beweise, daß es böse ist"). brunettistadtplan.jpg Damit Leons Fan-Gemeinde nicht orientierungslos durch das Venedig des Commissario stolpern muss, haben sich E. Hoffmann und K.-L. Heinrich auf die Fährte Brunettis begeben und einen Stadtplan Venedigs erstellt.
"Brunettis Venezia" zeigt auf der Vorderseite den detaillierten und farbigen Stadtplan mit Straßennamen. Die Legende mit ausführlichen Erklärungen nimmt die gesamte Rückseite der Karte ein. "Auf den Spuren von Commissario Brunetti" kann man zu seiner Wohnung oder zur Questura kommen, sein Lieblingsplatz nahe der Rialtobrücke ist ebenso verzeichnet wie das Caffè Florian, in dem Vice-Questore Patta im Winter seinen allmorgentlichen Kaffee nimmt. Damit auch gehbehinderte Fans des Commissario viele dieser Orte erreichen können, haben die beiden Herausgeber jene Zonen gelb markiert, die keine Treppen enthalten und mit den Vaporettos zu erreichen sind!
Ich empfehle stets 2 Exemplare zu kaufen, zum einen entfällt das dauernde Umwenden der Karte, um vom Plan zur erklärenden Legende zu kommen (bzw. umgekehrt), zum anderen eignet sich "Brunettis Venezia" ausgezeichnet als kleines Geschenk für die Leon-Leser im Freundes- und Bekanntenkreis. Und wer den Plan rahmen oder aufziehen lassen will, der benötigt zwangsläufig 2 Exemplare. Zur Zeit ist "Brunettis Venezia" im Buchhandel nur über die Buchhandlung Missing Link zu beziehen! KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Jockers, Angelika / Jahn, Reinhard (Hg):
Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren.

2005, ca. 320 S., 2. wesentlich überarbeitete und erweiterte Auflage, ET April 2005, ca. EURO 26,00.
Zur Criminale 2002 in München erschien erstmals dieses umfangreiche Nachschlagewerk mit Biographien und Bibliographien zeitgenössischer aber auch verstorbener lexikon-der-krimiautoren.jpgdeutschsprachiger Krimiautoren und Krimiautorinnen. Die Herausgeber Angelika Jockers (Friedrich Glauser-Gesellschaft) und Reinhard Jahn (Krimiautor + Bochumer Krimi Archiv) werden rechtzeitig zur Criminale 2005 (April / Hochsauerlandkreis - s. Hinweis No. 5) eine auf den neuesten Stand gebrachte und somit wesentlich erweiterte und überarbeitete 2. Auflage vorlegen. Neben den Lebensdaten werden nicht nur Bibliographien von Kriminalromanen verzeichnet. Auch in Anthologien erschienene Kurzkrimis, sowie Hörspiele und Drehbücher sind akribisch aufgelistet - bibliographische Informationen also, die man oft so nicht oder nur sehr mühsam findet.
Waren in der ersten Auflage Einträge zu ca. 460 Krimi-Autorinnen und -Autoren verzeichnet, ist die zweite Auflage um mehr als 100 Einträge erweitert. Wie bei solchen Werken üblich, wird auch zukünftig dieses "Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren" in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Der Krimileser und -sammler hat mit diesem umfangreichen Nachschlagewerk gleichzeitig eine unverzichtbare Bibliographie der Primärliteratur deutschsprachiger Krimiautoren in der Hand, die es in dieser Form in Deutschland (leider) sonst nicht gibt. Es lohnt sich daher über all die Maßen, diese Neuauflage und auch die künftigen Auflagen griffbereit im Regal stehen zu haben. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

III. Mauz, Gerhard:
Die grossen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland.
(herausgegeben und eingeleitet von Gisela Friedrichsen)
.
2005, ca. 280 S., ET April 2005, ca. EURO 19,80.
mausz-die-grossen-prozesse.jpgSpiegel-Lesern dürfte der 2003 verstorbene Gerhard Mauz ein absoluter Begriff sein. Mauz galt als der angesehenste deutsche Gerichtsreporter. Hier sind die wichtigsten Gerichtsreportagen aus fast 50 Jahren versammelt, herausgegeben von seiner Nachfolgerin Gisela Friedrichsen, deren Gerichtsreportagen seint 1989 im Spiegel erscheinen. Rudolf Augstein äußerte sich wie folgt zum Journalisten Mauz: "Mauz ist kein Mann der distanzierten Darstellung eines Tatherganges, er schreibt nicht von außen nach innen. Seine Gerichtsreportagen sind der Spiegel eines Vierteljahrhunderts, eines großen Teils der Nachkriegszeit". Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Menguy, Claude (mit Pierre Deligby):
De Georges Sim à Simenon. Bibliographie.
Éditions originales, éditions illustrées, collections diverses y compris les oeuvres publiées sous pseudonymes.

2004, 434 S., farb. Tafeln, EURO 35,00.
Mehr als 30 Pseudonyme benutzte Georges Simenon, Vielschreiber und moderner Klassiker Menguy-De-Georges-Sim-a-Simenondes französischsprachigen Kriminalromans. Zum Simenon-Jahr hat Claude Menguy (zusammen mit Pierre Deligby) eine wahrlich umfangreiche Bibliograpie der Kriminalromane, der Sachbücher aber auch der Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und Reportagen von Simenon zusammengestellt. Das umfangreiche Werk gliedert sich in "Oeuvres fictionnelles", "Oeuvres non fictionnelles" und "Oeuvres complètes, éditions collectives".
Innerhalb dieser Aufstellung wird nach Romanen, Novellen, Reportagen etc geliedert, und dies alles streng in Jahres-Chronologien. Diese Bibliographie bezieht sich NUR auf die französischsprachigen Texte Simenons, die in Frankreich und Belgien erschienen sind. Im Mittelteil der Bibliographie befinden sich farbige Tafeln mit Abbildungen diverser Schutzumschläge aus den verschiedensten Jahren. Diese Bibliographie dürfte für Simenon-Forscher und -Sammler aber auch für Simenon-Fans von großem Wert sein. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Ott, Paul:
Mord im Alpenglühen.
Der Schweizer Kriminalroman. Geschichte und Gegenwart.

2005, ca. 220 S., ET März/April, ca. EURO 18,00.
Die Reihe "KrimiKritik" des NordPark Verlages wächst langsam aber stetig (möglicherweise kk4shadow.jpgwird sogar noch im Herbst oder gegen Ende des Jahres KK 5 erscheinen). Im Frühjahr wird hier "Mord im Alpenglühen" von Paul Ott vorliegen. Dieser Titel beschäftigt sich mit der Schweizer Kriminalliteratur, und ist, meines Wissens, das bisher einzige Werk zum Thema. Ott legt dar, daß die Schweizer Unterhaltungsliteratur in der Form des Kriminalromans seit etwa 150 Jahren besteht. Sein Kompendium, das (selbstverständlich) neben den Biographien Schweizer Kriminalschriftstellern eine umfassende Bibliographie enthält, dürfte durch die momentan Einzigartigkeit schnell zu einem Standardwerk und zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk werden.
Paul Ott sollte dem einen oder anderen Leser bereits unter seinem Pseudonym Paul Lascaux begegnet sein. Der Kriminalschriftsteller Paul Lascaux beschreibt in seinen Krimis das eidgenössiche Verbrechen in seiner Heimatstadt Bern oder in den umliegenden Gemeinden des Kanton Berns ("Arbeit am Skelett", "Europa stirbt", "Kelten-Blues", "Der Lückenbüsser" und "Totentanz" liegen zur Zeit vor). Das seit 2001 jährlich stattfindende Schweizer Krimifestival "Mordstage" geht auf seine Initiative und Planung zurück. Vorbestellungen willkommen. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

III. Robertz, Frank J. / Thomas, Alexandra (Hg) [unter Mitarbeit von Wolf-R. Kemper und Sebastian Scheerer]:
Serienmord.
Kriminologische und kulturwissenschaftliche Skizzierungen eines ungeheuerlichen Phänomens.

2004, 549 S., Abb., EURO 49,00.
Dem Betrachter des Buches schauen die leeren und dunklen Augenhöhlen eines skelettierten Schädels an. Schlägt man den Buchdeckel auf, blickt man auf zwei zerschundene Handrücken robertz-Serienmordmit gespreizten Fingern. Der letzten Innenbuchdeckel zeigt die Innenflächen dieser beiden Hände. Dazwischen haben die beiden Herausgeber 32 Aufsätzen verschiedener Beiträger zum Phänomen Serienmord und Serienmöder versammelt, untergliedert in die Hauptabschnitte "Kriminologie" und "Kulturwissenschaften", hier wiederum in jeweils zwei Unterabteilungen. Für Krimi-Fans dürften wohl die Unterabteilungen Kulturwissenschaften I und II von besonderem Interesse sein.
Hier sind diverse Aufsätze unter den Überschriften "Serielles Töten als soziokulturelles Phänomen der Moderne" und "Serienmord als massenmediales Ereignis" zusammengestellt. K. Hoffmann-Curtius reflektiert z.B. über den "Frauenmord als künstlerisches Thema der Moderne" oder J. Linder beschäftigt sich mit dem "Serienkiller als Kunstproduzent(en)".
Dem Leser werden eine wahre Fülle von Material und Informationen angeboten und beide Hauptteile ergänzen sich somit hervorragend. Auf der einen Seite die kriminologischen Aspekte wie Taten, Motive, Fahndungsmethoden, auf der anderen Seite die kulturwissenschaftliche Aspekte wie Inhalte, soziokulturelle Repräsentation von Serienmord (Realität vs. Mythos, etc).
Aufschluß auch bringt einer von Alexandra Thomas Beiträgen: "Zehn Mythen über Serienmord" und deren Aufschlüsselung. Zum Schluß werden dreizehn FAQs (frequently asked questions) zum Serienmord und deren Antworten aufgelistet (Was bringt Menschen dazu, Serienmorde zu begehen / Gibt es auch Serienmöderinnen ... / Beruht.. "Hannial Lecter" auf einem realen Vorbild?). Leser, die weiterführende bzw. vertiefende Informationen suchen, finden zu jedem Einzelbeitrag ist eine recht umfangreiche Literaturliste. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Scherping, Jan:
202 europäische Krimi-Ermittler.

2004, Karte/Poster, Format A1, EURO 8,95 + Sperrgutporto.
Jan Scherping, in dessen privater Krimi-Bibliothek ca. 1.000 Bände stehen, hat - nach eigenem Bekunden - irgendwann einmal den Überblick über die diversen "scenes of crime" krimiposter-europader europäischen Kommissare und Ermittler verloren. Grund genug, eine Europakarte mit denjenigen Städten und Orten zu erstellen, in denen ermittelt, verfolgt und verhaftet wird. Das Landkartenposter zeigt die Umrisse Europas, eingezeichnet sind Reykjavik im Norden bis Vigata im südlichen Sizilien, Bantry Bay ganz im Westen Irlands bis Moskau und St. Petersburg. Zu jeder Stadt werden die dort tätigen Ermittler aufgeführt. Hilfreich auch die Legende, die ca. 1/3 des Landkartenposters einnimmt. Nach Ländern unterteilt, werden noch einmal die Städte und Orte genannt, gefolgt von den Namen der dortigen Ermittler und deren spezifischen Charaktereigenschaften. Das Landkartenposter, gerahmt oder aufgezogen, dürfte eine Zierde für jede Krimibibliothek sein. KT 38
(Bestellen bei Missing Link)

I. Schmid, Georg:
Profiling the American Detective.
Parker's Prose and the Coded Game of Sleuth and Rogue and the Tradition on the Crime Story.

2004, 269 S., EURO 45,50.
Schon einmal konnte ich im KRIMI-TIPP auf Sekundärliteratur zum bulligen Bostoner Krimiautor Robert B. Parker hinweisen (The Spenser Companion). Und auch auf Untersuchungen zur amerikanischen Kriminalliteratur wurde hier im KRIMI-TIPP schon häufig hingewiesen. Georg Schmid "hängt" seine Untersuchung zum american detective an Robert B. Parker und seinem Detektiv Spenser, seinem sidekick & Haudrauf Hawk, Spenser's Lebenspartnerin Susan (slowfood-Philosophin bevor es diesen Begriff überhaupt gab) und dem übrigen Personal der Parkerschen Krimis auf.
Das Einführungskapitel schildert "The American Detective since Chandler and Hammett", um sich dann ganz auf das Universum von Spenser (mit dem der Leser zum ersten Mal 1973 in "The Godwulf Manuscript" bekannt wurde) und seinen Freunden zu konzentrieren. Zwei andere Kapitel sind "Parker on Hammett, Chandler and MacDonald" und "Parker' s Boston, Spenser's Boston or Realism and Its Deviations" gewidmet. Der Wermutstropfen: Herzlich vermißt wird eine Bibliographie der Sekundärliteratur! Gerade zum großartigen Robert B. Parker sollte nicht Wenig erschienen sein. So muß der Leser sich mit den wenigen Hinweisen in den Fußnoten zufrieden geben. KT 38
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III. Thies, Heinrich:
Ronny Rieken.
Portrait eines Kindermörders.

2005, 103 S., ET April 2005, ca. EURO 12,00.
Traurig aber wahr - es gab, gibt (siehe die aktuelle Ermittlungsarbeit im Fall Levke und Felix) und wird es auch leider weiterhin Menschen geben, die sich an den Arg- und Thies-Ronny-RiekenWehrlosesten, den Kindern, vergreifen. Im Mai 1998 wird Ronny Rieken, selber Vater von drei kleinen Kindern, festgenommen. Zur Last gelegt wird ihm der Mißbrauch und die Tötung von zwei Mädchen. Auf seine Spur kamen die Ermittler durch den ersten großflächigen Speicheltest zur Genanalyse (auch hier wieder die Aktualität: die Debatte um die DNA-Speicherung). Für die Polizei war der Fall Rieken gelöst.
Heinrich Thies fragt nach: was treibt einen Menschen dazu, kleine Kinder zu quälen und zu töten?, warum brechen die zivilisatorischen Schutzwälle der menschlichen Psyche bei Leuten wie Rieken, halten aber bei den meisten anderen Zeitgenossen? Thies Gespräche mit Rieken, den Eltern seiner Opfer, mit Psychiatern, Psychologen, Polizeibeamten und Kriminologen ergeben das "Portrait eines Kindermörders". Vorbestellungen willkommen. KT 38
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III. Wirth, Ingo:
Tote geben zu Protokoll.
Berühmte Fälle der Gerichtsmedizin.

2005, ca. 256 S., zahlr. Abb., EURO 12,90.
Für Sammler von "true crime" Sachbüchern, Unterabteilung Gerichtsmedizin, hier wieder Wirth-Tote-geben-zu-Protokolleine Zusammenstellung legendärer Fälle, wie Fritz Haarmann, Jack the Ripper oder die Borgias, um nur wenige zu nennen. Wirth schildert die Entwicklung der Gerichtsmedizin von den einfachen Obduktionserkenntnissen der Antike, über Knochen- und Blutanalysen bis zu den modernen technischen Hilfsmitteln der Gegenwart. Wirth war ab 1978 Gerichtsarzt im Institut für Gerichtliche Medizin der Humboldt-Universität tätig, später dann dort Hochschuldozent für Kriminalistik/Forensische Medizin. Seit 1993 ist er Dozent an verschiedenen Polizeischulen des Landes Brandenburg. KT 38
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V. Deutscher Krimi Preis 2005

National
Platz 1: Paprotta, Astrid: Die ungeschminkte Wahrheit. 2004, 332 S., EURO 13,00
Platz 2: Schätzing, Frank: Der Schwarm. 2004, 997 S., EURO 24,90
Platz 3: Bottini, Oliver: Mord im Zeichen des Zen. 2004, 367 S., EURO 14,90

International
Platz 1: Rankin, Ian: Die Kinder des Todes. 2004, 542 S., EURO 22,90
Platz 2: Dahl, Arne: Falsche Opfer. 2004, 387 S., EURO 14,00
Platz 3: Markaris, Petros: Live. 2004, 516 S., EURO 24,90
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Anerkennung für die Programmarbeit sprach die Jury folgenden Verlagen aus: Unionsverlag (Zürich) / Maas-Verlag (Berlin) / Pendragon-Verlag(Bielefeld).

Ausgewählte Primärliteratur:
Mund, Heike (Hg):
Friedrich Glauser - Kif.
Audio-CD, gelesen vom Autor, mit weiteren Glauser-Texten versehen.

2005, ca. 55 Minuten, Kunstmann, ET März 2005, EURO ca. 17,90.
glauser-kif Friedrich Glauser gilt schlechthin als der Vater der deutschsprachigen literarischen Kriminalliteratur. Die im März 2005 erscheinende Audio-CD ist das einzig erhaltene Tondokument von Friedrich Glauser - eine Radioaufnahme aus dem Jahr 1937.
Glauser liest hier seine Erzählung "Kif" - Glausers Bericht von seiner ersten Begegnung mit Haschisch. "Ich hatte Haschisch gegessen und erwartete nun, alle Paradiese Mohammeds zu sehen" so Friedrich Glauser nach dieser ersten Begegnung mit der bewußtseinserweiternden Substanz Anfang der 20er Jahre. Ergänzend stellt Glauser-Spezialist Frank Göhre den "Zeitgenossen Glauser" vor und von Michael Ewers wird Glausers Erzählung "Die Beichte" gelesen. ET März 2005, Vorbestellungen sind willkommen. KT 38
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NACHWEISE -- interessante Sekundärliteratur, die trotz Anforderung das Archiv nie erreichten - Schade -- Infos = hauptsächlich Verlagstexte:

Gülzow, Susa (Regie):
Die 1000 Augen des Dr. Mabuse. Hörspiel.

Die-1000-Augen-des-Dr. Mabuse2005, 1 Audio-CD, ca. 55 Min. EURO 16,95.
Der Filmklassiker als Hörbuch. Originalmusik, Original- und Synchronstimmen von Gert Fröbe, Wolfgang Preis, Peter van Eyck, Werner Peters mit Zwischentexten gelesen von Wolf Frass. Alles unverändert und authentisch. Und für all das, was im Originalfilm die Kamera zeigt, haben Produzent Sven Michael Schreivogel und Regisseurin Susa Gülzow den Sprecher Wolf Frass mit seiner wunderbaren Erzählstimme verpflichtet. KT 38
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Walter, Michael / Kania, Harald / Albrecht, Hans-Jörg:
Alltagsvorstellungen von Kriminalität.
Individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Kriminalitätsbildern für die Lebensgestaltung.

Alltagsvorstellungen-von-Kriminalitaet2004, VII/562 S., EURO 40,90.
Kriminalität ist nicht nur eine bedrohliche Erscheinung, sondern liefert zugleich spannende und aufrengende Erlebnisse. Entsprechende Vorstellungen sind in unsere gesamte Kultur eingebunden, vom Krimi über die Weltliteratur bis hin zum Realty-TV. "Subjektive Kriminalität" spielt sich in unseren Köpfen ab und beschäftigt Juristen, Historiker, Psychologen und Soziologen gleichermaßen. Dieser Band versammelt Beiträge einer interdisziplinären Tagung, auf der von verschiedenen Wissenschaften erarbeitete Sichtweisen in ihrer Gesamtheit erfasst und weiterführende Perspektiven entwickelt wurden. Beiträge zum Teil in englischer Sprache. KT 38
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