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Jan Eik
(d.i. Helmut Eikermann)

Frage: Warum Krimis?

J. Eik: Warum nicht? Das Leben ist nun einmal kriminell.

Frage: Was bedeutet deutscher Krimi für Sie?

J. Eik: Es gibt jedes Jahr ein paar gute deutsche Krimis.

Frage: Wer ist überschätzt?

J. Eik: 90 % der alljährlich hochgelobten modischen Hochliteratur.

Frage: Wer ist unterschätzt?

J. Eik: Leider die meisten der paar guten deutschen Krimis, die jedes Jahr erscheinen.

Frage: Krimi – eine Literaturgattung?

J. Eik: Na allemal, wenn sogar Kochbücher, Politikergeschwätz und Bohlen-Memoiren unter Literatur einsortiert werden.

Frage: Wie sind Sie zum Krimi gekommen?

J. Eik: U.a. dank der DDR-Zensur, die eine realistische Schreibweise in anderen Genres sehr erschwerte.

Frage: Ihre Lieblingstatwaffe?

J. Eik: Wechselnd.

Frage: Mord – muss das sein?

J. Eik: Ja. Das kann der Leser für sein Geld verlangen.

Frage: Warum schreiben Sie?

J. Eik: Weil ich nicht singen, malen oder komponieren kann. Und weil's Spaß macht.

Frage: Bilden Sie in Ihren Kriminalromanen die Gegenwart ab?

J. Eik: Ja. Aber ich habe auch historische Krimis geschrieben.

Frage: Wo würden Sie Ihr "Setting" wählen?

J. Eik: Wer ist Setting? Wenn der Schauplatz gemeint ist: Berlin.

Frage: Welche Bedeutung hat für Sie Essen und Trinken?

J. Eik: Halten bekanntlich body and soul zusammen.

Frage: Sex im Krimi?

J. Eik: Selbstverständlich.

Frage: Wenn ja, warum?

J. Eik: Kommt im Leben angeblich vor.

Frage: Wenn nein, warum?

J. Eik: – –

Frage: Gibt es einen "Frauenkrimi"?

J. Eik: Viele, viele. Es gibt sogar Katzenkrimis.

Frage: Für wen schreiben Sie?

J. Eik: Für mich und die Leser – in wechselnder Reihenfolge.

Frage: Plotentwicklung – Ihr erster Gedanke?

J. Eik: Da habe ich keine Rezept.

Frage: Machen Sie sich Notizen und wo kommen Ihre Ideen her?

J. Eik: Notizen ja, Ideen von überall: Familie, Nachbarschaft, Presse.

Frage: Wo schreiben Sie?

J. Eik: Überall wo ich Platz für den Laptop finde.

Frage: Hindert der PC Sie am Schreiben?

J. Eik: Im Gegenteil.

Frage: Ihr Lieblingsbuch als Kind?

J. Eik: Hans Fallada "Geschichten aus der Murkelei".

Frage: Ihr Lieblingsbuch heute?
J. Eik: Wechselnd, aber immer Tucholsky "Das Gesamtwerk".

Frage: Ihre Lieblings-Krimiautorin / Ihr Lieblings-Krimiautor?
J. Eik: Immer noch Sjöwall/Wahlöö.

Frage: Ihr Lieblingsfilm?
J. Eik: Some like it hot.

Frage: Ihr Lieblingsgetränk?

J. Eik: Selbst zubereiteter Kaffee.

Frage: Kochen Sie?

J. Eik: Ja, gerne.

Frage: Gehen Sie essen, und wenn ja, wo?

J. Eik: Wo ich's mir leisten kann.

Frage: Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück?

J. Eik: Jeans und Hemden.

Frage: Fußball – ist das ein Thema für Sie?

J. Eik: Nee.

Frage: Frauen/Männer – ist das wichtig für Sie?

J. Eik: Ich glaube. Verdankt nicht jeder einer solchen Beziehung sein Leben?

Frage: Ihre Lieblingsstadt in Deutschland?
J. Eik: Scheiß-Berlin.

Frage: Ihr Lieblingsland?

J. Eik: Mexiko.

Frage: Was lieben Sie?

J. Eik: Frau, Kinder, Enkel – Jazz und Literatur.

Frage: Was verabscheuen Sie?

J. Eik: Dumme Reklame (gilt auch für Politiker) und so genannte Volksmusik.

Frage: Beste Schulnote – worin?

J. Eik: Deutsch, Mathe.

Frage: Schlechteste Schulnote – worin & warum?

J. Eik: Sport – zu viel Zwang und Militärisches.

Frage: Ihr Traumberuf?

J. Eik: Wenn schon nicht Musiker: Autor.

Frage: Haben Sie eine Ahnung, warum Sie diesen Fragebogen beantwortet haben?

J. Eik: Weil ich ein gutmütiger Mensch bin, der schlecht Nein sagen kann.


Jan Eik
(d.i. Helmut Eikermann)

Am 16.8.1940 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete Helmut Eikermann zunächst als Studioassistent. Nach seinem Studium in Mittweida und Dresden war er bis 1987 Diplom-Ingenieur für Informationstechnik beim Rundfunk.

Helmut Eikermann publizierte seit 1961 zunächst vornehmlich in Zeitschriften (u.a. "Die Weltbühne"). Es entstanden eine Vielzahl von Glossen, Feuilletons, Reportagen und Rezensionen. Dazu kamen Prosatexte in Anthologien, Kinderhörspiele, Features und Jazzsendungen für den Rundfunk. Daneben zahlreiche Beiträge zur Medien- und Berlin-Geschichte und zur Kriminalliteratur, Sachbücher, Drehbücher und eine Komödie.

Seit 1987 ist Helmut Eikermann freiberuflicher Autor und Publizist. Er war Gründungsmitglied der Sektion Kriminalliteratur im Schriftstellerverband der DDR, ist Mitglied im VS und in der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT, für das er von 1991 bis 1993 und von 1994 bis 1998 als Herausgeber und Redakteur des (internen) newsletter "Secret Service" tätig war. Für den Rundfunk schrieb Helmut Eikermann mehr als 20 Kriminalhörspiele und -features. Für die DDR-TV-Serie "Der Staatsanwalt hat das Wort" stammt von ihm "Gefährliche Freundschaft". Seine Kriminalreportagen zu Ereignissen in der ehemaligen DDR sind im Sammelband "Besondere Vorkommnisse" (1995) nachzulesen. Seine Biographie über Heinz Werner Höber "Der Mann, der Jerry Cotton war" (1996) ist leider nicht mehr greifbar.

1990 erhielt Jan Eik den "Handschellen-Preis" der Sektion Kriminalliteratur für den Krimi "Der siebte Winter" und 1999 wurde er mit dem Berliner Krimi-Preis "Krimifuchs" ausgezeichnet.

Homepage: –

Die Krimis:
1975, Das lange Wochenende. Kompass 194
1986, Poesie ist kein Beweis. Verlag Das Neue Berlin
1989, Der siebente Winter. Verlag Das Neue Berlin
1990, Dann eben Mord. Verlag Das Neue Berlin
1991, Der siebente Winter. Bastei 19552
1991, Wer nicht stirbt zur rechten Zeit. Verlag Das Neue Berlin
1995, Wer nicht stirbt zur rechten Zeit. Verlag Das Neue Berlin
1998, Ausschreibung für einen Mord. avedition
1998, Der Geist des Hauses. Ullstein 24268
2000, Shooting. avedition
2000, Der siebente Winter. Verlag der Criminale
2001, Der Schein trügt. be.bra verlag
2002, Auf Mord gebaut. be.bra verlag
2002, Kurisches Gold. Die Hanse

1999 (zusammen mit vW [d.i. Friedel von Wangenheim]), Kamera läuft, Herr Kommissar. Ullstein 24593

Die Krimikurzgeschichten:
1978, Freien in Vitkevitz
1983, Ein Bett für eine Nacht
1986, Ein betäubender Duft
1990, Goldene Hände
1991, Nichts geht mehr
1993, Der andere
1992, Das verlorene Gesicht
1993, Zum ewigen Andenken
1993, Neun zu Eins
1993, Weihnachtsüberraschung
1994, Paulchens Tod
1994, Wie du mir
1995, Ende gut, alles gut
1995, Viel leichter als gedacht
1996, Michele ma belle
1998, Auf Sand gebaut
1998, Weihnachtsüberraschung
1999, Auf Freiersfüßen
1999, Unabwendbar
2000, Ein typischer Krebs
2001, Auf Sand gebaut
2002, Letzte Ausfahrt Schwerte
2003, Mad Mission
2003, Der Name des Herrn


Stand: 11.5.2004

© Gisela Lehmer-Kerkloh & Thomas Przybilka

Alle Titel und natürlich jedes andere lieferbare Buch können und sollten Sie bei Missing Link in Bonn bestellen, einer Buchhandlung, die sich auf Sekundärliteratur zum Krimi, auf Kriminalliteratur und auch auf die Beschaffung ausländischer Literatur spezialisiert hat.
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Die Befragenden:

Gisela Lehmer-Kerkloh rezensiert Kriminalliteratur. Sie ist Mitglied bei den Sisters in Crime, bei der GVM (Genootschap van Vlaamse Misdaadauteurs), sowie Amiga im Syndikat.
Bei den Alligatorpapieren veröffentlicht sie regelmäßig ihren "Krimi-Kurier" Letzte Buchveröffentlichung:
Siggi Baumeister oder: Eine Verfolgung quer durch die Eifel. Die Eifelkrimis des Jacques Berndorf.
84 S., 2001; EUR 10,50
NordPark Verlag

Thomas Przybilka verdient seinen Lebensunterhalt als Buchhändler. Er ist langjähriges Mitglied der "Autorengruppe Deutschsprachige Kriminalliteratur Das Syndikat". 1989 baute er das international bekannte "Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur)" [BOKAS] auf. Bei den Alligatorpapieren veröffentlicht er regelmäßig seine "Krimi-Tipps zur Sekundärliteratur zum Krimi." Zahlreiche Publikationen zur Kriminalliteratur in Fachanthologien und -magazinen im In- und Ausland. Kriminalgeschichten in Deutschland, Bulgarien und Spanien. Letzte Buchveröffentlichung:
Siggi Baumeister oder: Eine Verfolgung quer durch die Eifel. Die Eifelkrimis des Jacques Berndorf.
84 S., 2001; EUR 10,50
NordPark Verlag



Die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka
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Alfred Miersch
NordPark Verlag
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